Gold im Network Marketing

In letzter Zeit gingen mehrere Networks (zumindest nannten sie sich so!) mit Gold als Produkt an den Start. Schon mehrfach wurde bereits in der Vergangenheit Gold unter dem Begriff “Network Marketing” angeboten. Man musste z. B. Gold zum mehrfachen des regulären Goldkurses einkaufen, um auf dem Weg der Umverteilung des “Aufschlags” über Werbung einiger weiterer Teilnehmer dann das selbst bezogene Gold auf Kosten Anderer unter’m Strich günstiger bzw. kostenlos zu bekommen. Geworben wird vor allem mit Aussagen über Wertverfall, Wirtschaftskrise und der Angst der Menschen, denen mit der Anlage in Gold vermeintliche Sicherheit versprochen wird.

Bei diesen Konzepten ging es in erster Linie jedoch nicht um Produktabsatz, sondern vor allem um Progression (ohne die die “Vorteile” ja nicht nutzbar wären). Primäre Ausrichtung eines Geschäfts auf Progression ist aber wiederum eines der Kennzeichen für (getarnte) Schneeballsysteme. Hier ist also mindestens eine gute Portion Vorsicht und Skepsis anzuraten.

Auch aktuell werden wieder Geschäftsmodelle mit Gold angeboten. Bei einem jener Systeme muss man Verträge über mehrere tausend Euro abschliessen, um dann über die Werbung weiterer Teilnehmer und deren Vertragsumsätze eigene Vorteile zu erlangen. Bestimmte Münzen kann man dort einzeln nicht kaufen, nur halt jenen Vertrag abschliessen und bei Nichterfüllung der Werbung weiterer Teilnehmer zu 100% auch bezahlen. Bezeichnend ist hier auch, dass keine Händler gesucht werden, sondern Endkunden, die vor allem mit der über den Produktbezug möglichen Verdienstchance angeworben werden, also geht es um die progressive Werbung von Kunden, was unter gewissen Gesichtspunkten sogar strafbar sein kann.

Hier darf man auch nicht progressive Kundenwerbung mit Network Marketing verwechseln.

Echte Auskünfte oder Beantwortung von Fragen erwartet man allerdings von Teilnehmern letzteren Systems leider vergeblich. Man verweist immer auf Präsentationen, Veranstaltung oder erklärende Videos im Internet, die allerdings auch wieder nur recht schwammig informieren.

Progression hat bei Systemen, die hauptsächlich darauf setzen, folgende Nachteile:

  1. Progression kann niemals unbegrenzt funktionieren, da schon die Bevölkerung Grenzen setzt
  2. Diejenigen, die es nicht schaffen, selbst für weitere Progression zu sorgen, werden mehr Kosten als Wert beschert

Mathematiker hatten bereits vor einigen Jahren für solche und ähnliche Systeme (die hauptsächlich oder ausschliesslich auf Progression aufgebaut sind) ausgerechnet, dass etwa 87% aller Teilnehmer kräftig draufzahlen und auch von den restlichen 13% sehr viele gerade ihre Kosten wieder raus haben oder nur extrem gering verdienen.

Gold hat nur dann einen echten Wert, wenn man es nicht teurer einkaufen muss, als man es später verkaufen kann. Hierbei spielt der Tageskurs eine tragende Rolle, der von seriösen Händlern niemals deutlich überschritten wird.

© 02.2009 Norbert Warnke

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4 Gedanken zu „Gold im Network Marketing“

  1. Ich geh da am liebsten zur Bank, suche mir eine schöne Goldmünze aus und kaufe die. Ist der beste Weg zu Gold zu kommen.

    Den Sinn und Zweck dieser Goldnetworks, die im Moment aus dem Boden schiessen, und die ersteinmal horrende Investitionen erfordern, kann und will ich nicht verstehen.

  2. Selten so ein dummes Zeug gelesen….aber hauptsache man hat was zu berichten…und noch schlimmer ohne das man sich ernsthaft danit auseinander gesetzt hat……schmarren!!!

    1. Das ist schon klar, dass einem Vertriebler, der schliesslich am Geld anderer Leute verdienen möchte, der Artikel nicht gefällt. Vielleicht schreibt dieser Herr mal, was bei seinem Vertrieb ein gramm Gold kostet. An anderer Stelle hat er auf diese Frage leider nicht geantwortet…

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