Petition gegen Webseitenindizierung

Mai 5, 2009 in Aus dem Leben von Redaktion

Petition gegen Indizierung von Webseiten

In den Nachrichten haben wir schon vor Wochen gehört, dass künftig Internetseiten mit pädophilen Inhalten auf einen Index kommen und von Providern gesperrt werden sollen. Die Rede ist vom Schutz der dort dargestellten Opfer. Nun wurde beim Petitionsausschuss des Bundestages eine Petition eingereicht, die sich strikt dagegen ausspricht, Webseiten in einen Index aufzunehmen und zu sperren. Die Rede ist vom Beginn einer Internetzensur, deren Anfänge man wehren sollte. Welches nun das kleinere und hinnehmbare Übel sein soll, darüber scheiden sich nun die Geister.

Grundsätzlich ist ein Vorstoss, der dem Opferschutz gilt, selbstverständlich begrüssenswert. Allzuoft werden ja vor allem Täter geschützt bzw. kennen ihre Rechte besser als ihre Opfer. Der geplante Weg, Provider sollten eine vom Bundeskriminalamt (BKA) erstellte und aktuell gehaltene Indexliste übernehmen und alle dort aufgeführten Webseiten für den Aufruf über ihre Dienste sperren, enthält mit Sicherheit Risiken auf willkürliche Entscheidungen einer Behörde bzw. einzelner Mitarbeiter und damit Irrtümer und Missbrauchsmöglichkeiten. Deshalb begrüssen wir die Petition, aber nur hinsichtlich des Wegs und nicht des Ziels, welches mit Sicherheit auf gangbareren Wegen erreichbar sein dürfte.

Das Recht auf Information darf nicht ohne triftigen Grund angetastet werden, aber auch die Rechte von Opfern und Betroffenen müssen künftig besser gewahrt werden können.
>>> Petition gegen Webseitenindizierung!