Rentenrisiko – Sparen für den Staat?

Immer wichtiger wird für viele Menschen die Notwendigkeit einer zusätzlichen Altersvorsorge, um einer möglicherweise drohenden Altersarmut zu entgehen. Was viele nicht wissen: Auch dieses System hat Maschen, die so manchen Menschen später durchfallen lassen. Tatsächlich ist es möglich, trotz jahrelangem Einzahlen in eine vermeintlich sichere Altersversorgung im Bedarfsfall unter’m Strich leer auszugehen.

Vor allem betrifft es Menschen, die zu wenig versicherungspflichtig beschäftigt waren oder als Selbständige die eigene Altersversorgung nicht rechtzeitig ernst genug genommen zu haben. Einige Vorsorgemodelle werden zwar als “Hartz4-sicher” beworben, mögen das womöglich auch sein, aber im Rentenalter fällt das Arbeitslosengeld weg und wird bei entsprechender Einkommenslage durch die so genannte “Grundsicherung” ersetzt, ein Modell mit Tücken.

Hat ein normaler Rentner noch die Möglichkeit, auch zusätzliche Einnahmen für eine Einkommensaufbesserung nutzen zu können, lässt die Grundsicherung keine Freibeträge zu. Das bedeutet, jeder Cent zusätzlicher Einnahme wird von der regulären Leistung der Grundsicherung abgezogen. Konkret heisst dies, wer beispielsweise viele Jahre mühsam eine kleine Zusatzrente angespart hat, erhält diese zwar auch, jedoch eine um den gleichen Betrag gekürzte Grundsicherung. Im eigenen Geldbeutel landet in einem solchen Fall also nicht ein Cent mehr als ohne Zusatzrente.

Vorsorgemodelle für Zusatzrente machen schon Sinn, allerdings nicht für Menschen, die im Alter auf Grundsicherung angewiesen sein werden. Hier empfiehlt es sich dringend, vor Abschluss eines entsprechenden Vorsorgemodells die künftige eigene Rentensituation dahingehend zu analysieren, ob später tatsächlich eine von Grundsicherung unabhängige Altersversorgung gewährleistet ist oder ein konkretes Risiko besteht, möglicherweise jahrelang einzuzahlen, ohne später einen spürbaren Vorteil daraus ziehen zu können.

© 04.2011 Norbert Warnke für mlm-network.biz

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2 Gedanken zu „Rentenrisiko – Sparen für den Staat?“

  1. Dummerweise habe ich letzten Monat meinen Job verloren, und jetzt stehe ich kohlemäßig wirklich ungünstig da. An sich wollte ich ein Darlehen aufnehmen, aber jetzt habe ich gelesen, dass ich meine Lebensverischerung auch beleihen kann. Ist das zu empfehlen?

    1. Bitte wenden Sie sich für Beratungen in Finanzangelegenheiten an entsprechende Fachleute. Beratungen in Finanzdingen kann dieser Blog nicht bieten.

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